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10 Anfängerfehler beim Grillen

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Oft denkt man sich: Fleisch drauf, fertig ist’s. Ganz so einfach ist Grillen aber doch nicht. Mit einigen praktischen Tipps und etwas Übung kann man seine Gäste dennoch beeindrucken.

Wie wichtig es ist, aus Fehlern zu lernen, wird einem in der Regel im Laufe eines Lebens mehrmals bewusst. Tritt allerdings der spezielle Fall ein, dass sich der gesamte Freundeskreis im eigenen Garten rund um den neu gekauften Grill versammelt, möchte man sich trotzdem nicht der Blöße eines Fehlverhaltens aussetzen.

Doch aller Anfang muss nicht schwer sein, sondern geht mit den richtigen Grill-Tipps sogar leicht von der Hand. Wie Sie typische Anfängerfehler beim Grillen oder Smoken verhindern können, lesen Sie hier.

Selbstüberschätzung ist gefährlich

Bei zu großer Selbstüberschätzung kann es schon einmal passieren, dass plötzlich der Hut brennt, aber die Kohlen dafür nicht mehr glühen. Das wortwörtliche Spiel mit dem Feuer sollte daher vorsichtig angegangen werden. Achten Sie deshalb darauf, mit simpleren Zutaten wieder in die Grillsaison einzusteigen und versuchen Sie lieber nicht, gleich den Grill-Olymp zu erklimmen. Ein paar Würstchen und aufgeschnittenes Gemüse gelingen einfacher als ein perfekt zartrosa gebratenes Steak.

Hände weg von feuchter Kohle

"Ich hab’ da noch etwas Kohle vom letzten Jahr übrig" ist ein Satz, der vielen angehenden Grillmeistern im Frühjahr nur zu einfach über die Lippen kommt. Reste aus dem Vorjahr haben oft über den Winter einiges an Wasser angezogen und sind dadurch ziemlich feucht. Diese Kohle brennt nur sehr schwer und qualmt in der Regel dafür heftig. Wenn Sie verhindern möchten, dass Sie und Ihre Gäste giftigen Rauch einatmen, sollten Sie lieber in neue Kohle investieren.

Mit den falschen Anzündern verbrennt man sich die Finger

Was in Filmen gut aussieht, lässt einen im echten Leben nur selten wirklich gut dastehen. Das lässt sich auch sehr gut aufs Grillen umlegen. Deshalb: Finger weg von Spiritus und Benzin, wenn es darum geht, dem Griller richtig einzuheizen. Halten Sie sich lieber an handelsübliche Grillanzünder. Spontane Feuer-Experimente sind schließlich selten eine gute Idee.

Geduld ist die Mutter jedes Grillmeisters

Je nach Grillgut erfordern Grillen und Smoken eine große Portion Geduld. Ihre Gäste werden es schmecken, wenn Sie sich nicht ausreichend Zeit für die Zubereitung genommen haben. Nehmen Sie sich also Zeit und geben Sie Ihrem Grillgut die Zuwendung, die es braucht. Auch andere Vorbereitungen, wie zum Beispiel eine gute Marinade sowie ein ausreichendes Aufwärmen des Grills, sprechen für Sie als Grillmeister.

Das Grillgut klebt am Rost

Dieser Fauxpas hängt sehr eng mit der Geduldsfrage zusammen, lässt sich aber glücklicherweise einfach vermeiden. Nicht selten stellt man beim Herunternehmen des Fleisches fest, dass die Hälfte des Grillguts noch am Rost klebt. Um dies zu verhindern, reicht es, das Fleisch nicht bereits nach einer Minute zu wenden. Oft braucht es ein wenig Erfahrung um herauszufinden, wann der richtige Zeitpunkt zum dafür gekommen ist.

Bier gehört ins Glas und nicht aufs Fleisch

Bier gehört zum Grillvergnügen dazu, so viel ist klar. Wer allerdings, nur weil es in der ein oder anderen Fernsehserie cool ausgesehen hat, Bier auf sein Fleisch schüttet, wird schnell feststellen, dass das nicht die beste Idee war. Dass es dadurch an Geschmack gewinnt, ist nämlich purer Unsinn – eher im Gegenteil, denn das Bier spült die Marinade vom Fleisch.

Seien Sie kein Spießer

Mit der Grillgabel im Fleisch herumzustochern sieht nicht nur unprofessionell aus, sondern wirkt sich auch negativ auf die Beschaffenheit des Fleisches aus. Der Saft kann dadurch ungehindert austreten und das Fleisch gelangt viel zu trocken auf die Teller Ihrer Gäste. Auch das ständige "Wenden und Schauen" schadet dem Fleisch, da es dadurch an Flüssigkeit verliert.

Nur wohltemperiert wird gut

Verkohltes Fleisch schmeckt weder gut noch ist es gesund. Bei Temperaturen über 300 Grad sollte daher lediglich an das Beseitigen von Grillgut-Rückständen gedacht werden. Die ideale Temperatur für das Grillgut liegt zwischen 95 (Spareribs, Pulled Pork oder Brisket) und 280 Grad (Steaks).

Wer keinen Elektrogrill oder ein Grillthermometer besitzt, kann die Temperatur ungefähr mit der Handprobe einschätzen. Hierfür hält man die Hand rund 15 cm über der Glut und schaut, wie lange man es aushält:

  • Niedrige Hitze: ca. 9 Sekunden oder länger
  • Niedrige/mittlere Hitze: ca. 7 Sekunden
  • Mittlere Hitze: 4–5 Sekunden
  • Hohe Hitze: unter 3 Sekunden

Direkt vom Grill schmeckt's am besten

Direkt vom Grill auf den Teller? Lieber nicht – versuchen Sie auch hier Ihren Geduldsfaden noch etwas in die Länge zu ziehen und decken das Fleisch erstmal mit Alufolie ab. Diese kurze Zeit der Entspannung sorgt dafür, dass das Fleisch besonders zart wird. Diese Regel gilt vor allem für Steaks. Hierbei ist anzumerken, dass das Grillgut noch etwas gart, während es rastet. Deswegen schadet es auch nicht, das Fleisch schon vom Grill zu nehmen, bevor es komplett durch ist.

Vermeiden Sie das Grillen von Pökelfleisch

Fleischwurst oder Schinken reagieren bei zu großer Hitze mit krebserregenden Nitrosaminen. Also Finger weg davon – es gibt genügend andere Nahrungsmittel, die sich um einiges besser auf Ihrem Grill machen.