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Ostern

50 Shades of Osterei

Ostereier
©Pexels

Ostereier

Zu Ostern dreht sich alles um das Ei. Aber warum eigentlich? Und weshalb kommt die Farbe "Eierschale" zu Ostern plötzlich aus der Mode?

Zu Ostern finden sich an wirklich jeder Ecke bunte Eier, die einem, in allen Farben des Regenbogens, verheißungsvoll entgegen glitzern. Den einen Grund, warum die klassische Kinderzimmer-Farbe „Eierschale“ zu Ostern ausgedient hat, gibt es allerdings nicht. Allerdings gibt es verschiedene Vermutungen, warum Ostereier auch heute noch bunt angemalt werden. So gilt das Ei schon seit jeher in vielen Kulturen als Fruchtbarkeitssymbol und Zeichen für neues Leben und Wiedergeburt. Hinter der Schale steckt schließlich neues Leben. Im alten Ägypten galt das Ei als Ursprung der Welt und schon im antiken Griechenland und Rom wurden im Frühjahr bunte Eier aufgehängt und verschenkt – zur Feier der Tag- und Nachtgleiche und aus Freude über einen Neubeginn, der damals mit diesen Tagen assoziiert wurde. Als Grabbeigabe wurden Eier vor allem deshalb eingesetzt, weil sie mit der Möglichkeit der Auferstehung in Verbindung gebracht wurden.

Eier in Hülle und Fülle

Es dauerte nicht lange, da übernahm das Christentum diese Symbolik und lud sie mit ihrer eigenen Bedeutung auf. So soll das frisch aus dem Ei geschlüpfte Küken an die Auferstehung Jesu am Ostersonntag erinnern. Aus diesem Grund ist das Ei auch heute noch ein solch wichtiger Bestandteil des Osterfestes. Im Mittelalter setzte man beim Einfärben der Eier ausschließlich auf die Farbe Rot, denn damit bezog man sich auf das vergossene Blut Jesu. Es dauerte eine ganze Weile, bis sich das Farbspektrum erweiterte. Aber auch aus einem anderen Grund beschäftigte man sich im Mittelalter sehr intensiv mit dem Thema Ei: In der vom Aschermittwoch bis zum Karfreitag eingehaltenen Fastenzeit, durfte man auch keine Eier essen. Weil die Hühner von diesem Gebot aber relativ unbeeindruckt weiterhin ihre Eier legten, sammelten sich sehr viele Eier an. Um sie haltbar zu machen, wurden sie gekocht und rot eingefärbt, damit sie von den frischen Eiern unterschieden werden konnten. Am Ostersonntag war es dann endlich so weit und man durfte wieder Eier essen. Die Tradition des Eierfärbens begann also schon sehr früh und hat sich bis heute gehalten. Heute ergibt sich aus dieser Tradition vor allem ein entscheidender Vorteil: Die bunten Eier können zu Ostern leichter gefunden werden.

Und das Eierpecken?

Das wohl beliebteste Spiel am österlich gedeckten Tisch ist das Eierpecken. Die Wurzeln dieses Spiels reichen zwar nicht ganz so weit zurück wie jene des Eierfärbens, trotzdem ist auch dieser wichtige Teil des Osterwochenendes schon mehrere Jahrhunderte alt. Die Spielregeln sind denkbar einfach: Ein Spieler fängt an und schlägt mit der Spitze seines Eis auf die Eispitze des Gegenspielers, mit dem Ziel, dessen Schale zu zerbrechen. Dieser Ablauf wird dann mit der Unterseite des Eis wiederholt. Sieger ist, wessen Ei zum Schluss als einziges noch unversehrt ist. Worauf es tatsächlich ankommt, um bei diesem Spiel als Sieger den Platz zu verlassen, ist umstritten und eine Jahr für Jahr wiederkehrende österliche Streitfrage. Allerdings konnte schon mehrfach bestätigt werden, dass es – wenig überraschend – auf die Härte und Dicke der Eierschale ankommt. Diese hängt wieder um von der Lebensweise des Huhnes, beziehungsweise auch von dessen Alter ab.