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Kaufberatung Fernglas

Das ideale Fernglas für Natur, Sterne und die Oper!

Fernglas

Fernglas

Ob draußen, in der Oper oder im Theater: Ferngläser sind praktische Helferlein. Doch worin unterscheiden sie sich und worauf muss man achten?

Bevor Sie sich ein Fernglas zulegen, sollten Sie sich unbedingt Gedanken darüber machen, wie und vor allem wo sie es nutzen wollen. Das ist nicht nur ausschlaggebend für die nötige Qualität, sondern auch für die passende  Größe und das Gewicht des Geräts.

Die Angaben auf Ferngläsern können mitunter sehr verwirrend sein, wenn man kein Experte ist. In der Regel muss man allerdings auf nur zwei Angaben achten: Die Vergrößerung und der Objektivdurchmesser. Diese Angaben geben nicht nur Auskunft darüber, aus welcher Entfernung man etwas sehen kann, sondern auch zu welcher Tages- und Nachtzeit man das Fernglas einsetzen kann.

Vergrößerung

Je nachdem für welches Einsatzgebiet das Fernglas gebaut wurde, unterscheidet sich auch der Wert der Vergrößerung. Bei den beiden Angaben, die auf jedem Fernglas zu finden sind, gilt der erste Wert immer der Vergrößerung, der zweite dem Objektivdurchmesser (mehr dazu später).

Als Universalgläser gelten vor allem Modelle mit 10x42 mm und 8x42 mm. Diese vergrößern also 10-, beziehungsweise 8-fach. An dieser Stelle ist jedoch auch zu erwähnen, dass man eine umso ruhigere Hand braucht, je stärker die Vergrößerung ist. Kleine Bewegungen mit dem Fernglas wirken sonst wie große Verwacklungen, wenn man durch das Fernglas blickt. Je stärker vergrößert wird, desto kleiner wird darüber hinaus auch das Sichtfeld bis hin zu einem Tunnelblick.

Austrittspupille und Objektivdurchmesser

Der Objektivdurchmesser wird auf jedem Fernglas gemeinsam mit der Vergrößerung angegeben, beträgt also bei einem 8x42-Glas 42 mm. Je größer dieser ist, umso mehr Licht kann ins Fernglas gelangen und desto heller wird auch das Bild. Größere Objektivdurchmesser bedeuten allerdings immer auch größere und schwerere Ferngläser.

Das Licht, das aus dem Fernglas austritt, trifft in einem Lichtbündel aus dem Okular auf das Auge und wird anschließend vom Gehirn in ein Bild umgewandelt. Dieses Lichtbündel wird als Durchmesser in  Millimetern angegeben und nennt sich Austrittspupille. Sie ist für die Bildhelligkeit verantwortlich. Besonders für Beobachtungen bei Dämmerung ist diese Angabe entscheidend und daher vor allem für Birding und andere Tierbeobachtungen wichtig.

Die Austrittspupille wird berechnet, indem man den Objektivdurchmesser durch die Vergrößerung dividiert. Legen Sie sich ein 10x25 mm Fernglas zu, lässt dieses ein Lichtbündel von 2,5 mm aus dem Okular in das Auge. Bei Dämmerung bietet es damit eindeutig zu wenig Information. Wenn Sie also viel Wert auf gute Dämmerungsbeobachtung legen, sollten Sie eher zu einem 8x42 mm Glas greifen, das eine Austrittspupille von 5,25 mm hat.

Erst ab einer Austrittspupille von 4 mm ist gewährleistet, dass das Glas für die Dämmerung geeignet ist. Ist die Dämmerung schon deutlich weiter fortgeschritten, wird noch einiges mehr an Lichtinformation notwendig. Dafür gibt es Ferngläser mit bis zu 7 mm Austrittspupille, die jedoch vor allem für junge Menschen geeignet sind, da sich bei älteren Menschen die Pupille nicht mehr so stark weitet, wie bei jüngeren Menschen und somit häufig bei 3 bis 5 mm ein besseres Bild erreicht wird.

Welches Fernglas für welchen Zweck?

Die Vielfalt an Ferngläsern ist groß, denn auch ihre Einsatzgebiete sind mannigfaltig. Das typische Opernglas ist beispielsweise klein und sieht eher edel aus. Allerdings ist die optische Abbildung damit meist nicht ganz so überzeugend.

Die Klasse der Kompaktferngläser ist die vielfältigste. Es gibt sie in vielen verschiedenen Qualitäten und sie sind meist dann gut geeignet, wenn man nur wenig Platz in der Tasche hat. Wenn Sie sich ein Kompaktfernglas zulegen möchten, können Sie zwischen 8- und 10-facher Vergrößerung und Öffnungen zwischen 20 und 30 mm wählen. Sie sind meist sehr leicht und ideal für Wanderungen, Spaziergänge und Radtouren.

Universalferngläser sind aufgrund ihrer meist großen Objektivöffnungen sowohl gut für Naturbeobachtungen bei Tageslicht, wie auch für Spaziergänge während der Dämmerung geeignet. Sie sind in 10x50, 8x42, 10x42 und 12x50 erhältlich und haben nur den einen Nachteil, oftmals recht schwer zu sein.

Spezielle Dämmerungsgläser werden vor allem für Tierbeobachtungen im Dämmerlicht genutzt. Großferngläser überzeugen durch sehr große Objektivdurchmesser, um – beispielsweise für die Sternenbeobachtung – möglichst viel Licht zu sammeln. Sie beginnen in der Regel bei 70 mm Durchmesser und enden bei etwa 100 mm. Allerdings können diese Ferngläser nur mit einem Stativ genutzt werden, da sonst selbst durch leichte Bewegungen beim Halten das Bild zu stark zittert.

Ist ein Zoom notwendig?

Eine Zoom-Funktion mag zwar komfortabel sein, bringt aber auch den Nachteil mit sich, dass mit Zoom ausgestattete Gläser qualitativ oft minderwertiger sind als solche mit fester Vergrößerung. Erst im oberen Preissegment – ab 800 Euro – sind Sie bei Ferngläsern mit Zoomfunktion auf der sicheren Seite. Abgesehen von der Bildqualität sollten Sie auch beachten, dass viele Zoom-Ferngläser nur mit Stativ verwendet werden können, da sie oft sehr schwer sind und die Stabilisation mit den Händen in diesem Fall unmöglich ist.

Stative für größere Ferngläser

Sollten Sie sich ein Großfernglas zulegen wollen, müssen Sie damit rechnen, auch in ein Stativ zu investieren. Diese deutlich größeren Modelle weisen meist Optiken mit Objektivöffnungen von 70 bis 100 mm auf und sammeln deshalb auch bis zu 4-mal mehr Licht. Um diese richtig zu stabilisieren und auch mit ihrem deutlich höheren Gewicht zurechtzukommen, müssen sie gemeinsam mit einem Stativ verwendet werden.