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Kaufberatung Bohrmaschine

Das müssen Sie beim Bohrmaschinen-Kauf beachten!

Bohrmaschine
Creative Commons Pixabay

Bohrmaschine

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Bohrmaschine

Die Bohrmaschine ist in jedem Haushalt eines der wichtigsten Arbeitsgeräte. Regale anbringen, Schränke arretieren oder Bilder aufhängen ist ohne Bohrmaschine schlichtweg unmöglich. Worauf man beim Kauf achten sollte und was die neue Bohrmaschine alles mitbringen muss haben wir Ihnen hier zusammengetragen.

Die Bohrmaschine, in der heute gebräuchlichen Form 1895 von Wilhelm Fein entwickelt, gilt – neben einer ihrer Evolutionsstufen, dem Akkuschrauber – als eines der weitest verbreitetsten elektrisch betriebenen Handwerkzeuge in privater Verwendung. Doch auch in professionellem Einsatz erfüllt die „Mutter aller Elektrowerkzeuge“ in beinahe jedem Gewerk ihre Aufgabe, Löcher in verschiedenste Materialien einzubringen. Dementsprechend mannigfaltig ist auch ihr äußeres Erscheinungsbild.

Grob unterscheidet man einhändig geführte Modelle von mit Zusatzhandgriffen versehenen Maschinen für schweren Einsatz. Modelle mit Zusatzgriffen eignen sich nach der Demontage der Haltehilfe vom genormten 43mm-EURO-Hals auch zur Verwendung in Bohrständer und mit anderen Zusatzgeräten wie Staubabsauggehäusen.

Der Motor

Der Elektroantrieb einer handelsüblichen Bohrmaschine besitzt eine Nennaufnahmeleistung von circa 500 bis 1300 Watt. Er wird zumeist auch in Zeiten ausgereifter Akkutechnologien per 230 Volt Netzspannung aus der Haushaltssteckdose befeuert und gilt somit als traditionelles Kabel-Gerät. Doch die Leistung des Motors ist oft nur geringer Anhaltspunkt für eine klare Zuordnung in ein spezielles Anwendungsgebiet und sollte daher beim Kauf nicht ausschließlich als Entscheidungshilfe gesehen werden.

Das Getriebe

Unterschiedliche Werkmaterialien und Bohrer brauchen wegen ihrer spezifischen Eigenschaften ein enormes Drehzahl-Spektrum, hauptsächlich aufgrund extrem variierender Bohrer-Durchmesser – von Kariesloch- bis Steckdosengröße. Daher besitzen beinahe alle Bohrmaschinen eine elektronische Drehzahlregelung, welche auch während der Nutzung vorgenommen werden kann. Um eine noch größere Spreizung zu erlangen, behelfen sich Hersteller eines Zwei- bis hin zu Vierganggetriebes. Ähnlich eines PKWs ermöglichen sich so extrem hohe Touren oder aber extrem hohes Drehmoment. Auf ein qualitativ hochwertiges Getriebe sollte dementsprechend größter Wert gelegt werden.

Zusatzfunktionen

Neben der basalen Funktion des Rotierens eines eingespannten Bohrers, erweitern viele Elektrowerkzeugproduzenten das Einsatzgebiet abermals nach „oben“ oder „unten“. Dabei ist hier immer die Rede von den benachbarten Spielarten: (Akku-)Schrauber oder Bohrhammer, sowie Fein- oder Grobmotorik. So kann sich etwa ein leichtes Einhandgerät als Bohrschrauber mit sehr geringer Drehzahl noch ausgezeichnet zum Schrauben eignen, ein mit Schlagfunktion – einer zusätzlichen Vor- und Rückwärtsbewegung - ausgestattetes, starkes Gerät dafür schon für kleine Löcher in Beton und festem Mauerwerk.

Das Bohrfutter

Fast schon als Geheimtip gehandelt, wird die Differenzierung von Bohrmaschinen über die Ausgestaltung ihrer Bohraufnahme. Bei der Einteilung in "fein" und "grob" hilft das offensichtliche Unterscheidungsmerkmal eines Spannbackenbohrfutters gegenüber einer formschlüssigen Bohreraufnahme. Beim Spannbackenbohrfutter wird der Bohrer mittels dreier Backen arretiert, welche per Drehung des äußeren Gehäuses zentrisch zueinander bewegt werden und somit den Bohrer an drei Punkten klemmen und gleichzeitig zentrieren. Eine formschlüssige Bohraufnahme, wie zum Beispiel das weit verbreitete SDS Plus System, rastet die eigens angebotenen Bohrer mit Einfräsungen am Schaft undrehbar in das Systembohrfutter ein.

Abgesehen von zumeist äußerlich aus Kunststoff ausgeführten Systemaufnahmen, ist die Vollmetallausführung auch ein Hinweis auf höhere Qualität und Langlebigkeit der restlichen Maschine.

Maschinen mit Schnellspannfutter, welche per Hand festgestellt werden, deuten auf nicht zu hoch erwartete Widerstände bei der Spanabnahme hin. Die beinahe schon altertümlich wirkenden Zahnkranzbohrfutter wiederum auf hohe Widerstände, harte Werkmaterialien, genaue Zentrierung und somit Präzision. Sie haben Öffnungsweiten bis zu 16mm, welche mit einem beigelegtem Schlüssel gespannt werden. Aufnahmen mit Formschluss und Rast haben systembedingt ein wenig Spielraum. Sie finden somit ausschließlich Einsatz, wo ein schneller Wechsel zwischen Bohrwerkzeug gefordert ist, oder oft mit Schlagzusatzfunktion in Mauerwerk gebohrt wird, beispielsweise für Dübellöcher. Ausgenommen werden müssen Bohrmaschinen des höheren Preissegmentes. Sie haben meist ein spezielles Präzisionsbohrfutter, welches auf einen ganz konkret angegebenen Einsatzbereich hin entwickelt wurde.

Haptik und Design

Wie bei fast allen Produkten gilt auch im Elektrowerkzeugsegment die ewig gültige Regel der Wertung nach Haptik. Hochwertige Kunststoffe, oftmals gepaart mit dämpfenden und rutschhemmenden Gummieinlagen, eine günstige Gewichtsverteilung und ein ruckelfreier Widerstand bei den Bedienelementen bis hin zu Geräuschfrequenz und Vibration, lassen auf ermüdungsfreies Arbeiten schließen.