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Gesundheit

Grüne Smoothies: Der Hype um die Pflanzenkraft

Spinat
Creative Commons Pixabay

Spinat

Grüner Smoothie
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Grüner Smoothie

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Grüner Smoothie

Der Detox-Trend machte vor allem bei Kindern oft unbeliebte Gemüsesorten, wie Spinat oder Brokkoli wieder salonfähig. Vor allem in ihrer gemixten Form und in ein schönes Smoothie-Glas gegossen.

In Punkto Popularität profitierten Brokkoli, Grünkohl, Spinat und Co eindeutig vom Detox-Trend, der auch den Hype um sogenannte "Grüne Smoothies" aus den USA zu uns herüberschwappen ließ. Die grünen Säfte sollen nämlich nicht nur gesund sein, sondern auch den Körper entgiften, also beim Abnehmen helfen. Dass sie, mit ihrer grünen Farbe, teilweise giftig aussehen, können wohl die meisten bestätigen, über alle ihnen bislang zugeschriebenen Superkräfte herrscht, zumindest von wissenschaftlicher Seite, allerdings noch wenig Einigkeit.

Der Glaube an die Pflanzenkraft

Der Großteil der Hoffnungen und Annahmen, die mit grünen Smoothies einhergehen, ruhen auf sekundären Pflanzenstoffen, wie Chlorophyll. Das Pflanzengrün soll Entzündungen vorbeugen und den Körper entgiften. Tatsächlich belegen lässt sich das aber noch nicht, obwohl man dem Pflanzenstoff sämtliche positive Auswirkungen auf den Körper natürlich nicht absprechen kann. Langzeitstudien dazu gibt es allerdings noch keine, außerdem lässt sich das in keinem Fall auf Grüne Smoothies reduzieren. Außerdem sollte von der Annahme "viel hilft viel" etwas Abstand genommen werden – Ernährungswissenschaftler weisen darauf hin, dass ein Glas des grünen Saftes eindeutig genug ist. Mehr davon könnte den Verdauungstrakt sogar überfordern, was dann auf andere, sehr unangenehme Weise entschlackend wirken kann. Auch die Nährstoffbilanz könne sich durch den übermäßigen Genuss grüner Smoothies sogar verschlechtern – Spinat, Mangold und Grünkohl enthalten beispielsweise Oxalsäure, welche die Aufnahme von Eisen, Kalzium und Magnesium stören kann. Schlussendlich kommt es darauf an, sich keine Wunder, wie die plötzliche Entwicklung von Superkräften zu erwarten, und die Smoothies immer selbst frisch zuzubereiten.

Eine gute Alternative zur Tagesration Obst und Gemüse

Die Ernährungspyramide ist wohl jedem und jeder schon einmal untergekommen. Direkt damit konfrontiert, kam sie vielen wohl eher nicht wie eine Pyramide, sondern wie ein Berg vor, der kaum zu bezwingen ist. Wer sich schwer tut, die Vorschläge der Ernährungspyramide in den eigenen Alltag zu integrieren, ist mit Smoothies auf einem guten Weg – zumindest was Obst und Gemüse angeht. Fünf Portionen Obst und Gemüse wirken zu einem Saft vermengt schnell wie nur eine Portion, die zudem auch noch sehr gut runtergeht. Doch nicht nur die Aufnahme von Obst und Gemüse wird so um ein Vielfaches leichter, sondern auch die Zubereitung ist ganz einfach – in den Mixer kann schließlich alles, was das Gemüseregal so zu bieten hat. Wer gerade erst anfängt sich in der Welt der Smoothies zurechtzufinden, der sollte mit milden Zutaten starten und anfangs auch noch genug Obst dazumischen. Das gilt vor allem dann, wenn auch die Kleinsten mit den Smoothies eine Freude haben sollen.

Während die ersten Versuche auch mit einem Pürierstab gemacht werden können, sollte man sich nach der ersten Übungsphase einen richtigenMixer zulegen. Die Konsistenz wird feiner und der Smoothie dadurch, insbesondere für Kinder, um einiges bekömmlicher. Ein Power-Blender für mehrere hundert Euro muss es aber auf keinen Fall gleich sein.