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Lichttherapiegerät

Helle Köpfchen gehen raus – deshalb ist Tageslicht so wichtig für uns

Winterspaziergang
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Winterspaziergang

Spaziergang
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Spaziergang

Wer schlau ist und mit beiden Beinen fest im Leben steht, bewegt diese hin und wieder nach draußen. Tageslicht tut nämlich nicht nur der Gesundheit gut, sondern auch dem Kopf.

„Der Mensch ist ein Lichtwesen“ – was für viele höchst esoterisch klingen mag, ist unterm Strich aber ganz einfach wahr. Und dabei geht es keinesfalls nur darum, im Sommer schön knusprig braun zu werden. In der Haut ist Licht nämlich auch für die Synthese von Vitamin D unbedingt notwendig – ohne eine Viertelstunde Sonnenlicht am Tag oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel kann das für die Knochen wichtige Vitamin nicht gebildet werden. Dabei spielt es keine Rolle wie stark das Licht glänzt, strahlt oder blendet, für das menschliche Auge ist es nur in der kleinen Spanne von 380 bis 780 Nanometer auch wirklich sichtbar. Durchaus beachtlich, dass dieser kleine Teil eines recht großen Spektrums es möglich macht unglaublich viel Leben entstehen zu lassen. Wachsen Kinder ohne Licht auf oder können zu wenig davon aufnehmen, können Entwicklungsstörungen die Folge sein. Als „Rachitis“ oder „englische Krankheit“ wird eine Entwicklungsstörung bezeichnet, die durch den Entzug von Licht bei Kindern auftreten kann. Der Name der Krankheit kann aus ihrer Geschichte abgeleitet werden: Er bezieht sich auf das Schicksal vieler mangelernährter und in dunkle Räume gesperrter Kinder in vielen frühindustriellen Städten Großbritanniens. Fehlstellungen und Knochenverformungen zählen unter anderem zu den Symptomen der Krankheit.

Farbiges Licht

Kaum jemand wird verleugnen, dass das Tageslicht einen unglaublich großen Einfluss auf unsere Stimmung und unsere Lust an Aktivitäten hat. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass man sich an trüben Tagen – oder nach mehreren trüben Tagen hintereinander – energie- und kraftlos fühlt, kann aber auch zu ernstzunehmenden Depressionen oder depressiven Verstimmungen führen. Die unter dem Namen „Winterdepression“ bekannte Verstimmung ist ebenfalls auf die grau melierten Lichtverhältnisse dieser Jahreszeit zurückzuführen. Es ist jedoch mittlerweile bekannt, dass nicht nur die Lichtintensität dafür ausschlaggebend ist, in welche Richtung das Stimmungs-Pendel ausschlägt, sondern auch die Farbe des Lichts. So beruhigt sich der Herzschlag, wenn violette, blaue oder grüne Farbtöne vorherrschen, während gelblich oder rötlich gefärbtes Licht die Emotionen in Wallung bringen kann. Wenn von Licht als Folterinstrument die Rede ist, dann sind damit nicht die alljährlichen Weihnachtsmärkte gemeint. Obwohl auch hier alles ganz im Zeichen absoluter Reizüberflutung steht. Wird der menschliche Organismus mit Neonlicht oder absoluter Dunkelheit bombardiert, kann das aber nicht nur zu einer Überreizung der Sinne, sondern beispielsweise auch zum totalen Entzug der visuellen Orientierung führen.

Melatonin gegen Serotonin

Als Botenstoff ist Melatonin für den Tag-Nacht-Rhythmus im menschlichen Körper verantwortlich. Es entsteht aus Serotonin und macht müde – deshalb wird es eigetnlich auch erst abends benötigt. Tageslicht hemmt die Produktion von Melatonin, hilft also dabei Anfällen von Tagesmüdigkeit vorzubeugen. In den Herbst- und Wintermonaten, wenn es der Sonne nur selten gelingt, sich durch die dichte Wolkendecke zu kämpfen, ist der Melatoninspiegel auch tagsüber etwas erhöht. Natürliches Tageslicht im Freien macht es einfacher möglich solchen Müdigkeitsphasen, aber auch Momenten akuter Winterdepression vorzubeugen, als künstliche Beleuchtungsmittel. Selbst an bedeckten Wintertagen liefert ein Spaziergang in der Natur bis zu 4.000 Lux. Tageslicht regt außerdem nicht nur Atmung und Kreislauf an, sondern fördert auch die Durchblutung und den Stoffwechsel. Sonnenlicht ist überhaupt ein richtiger Alleskönner: Es senkt den Blutdruck, weil die Sonnenstrahlen die Bildung von Stickstoffoxid in der Haut anregen. Dadurch gelingt es den Gefäßen eher sich zu weiten und der arterielle Druck wird nicht zu groß. Länger andauernde Vitamin D-Unterversorgung führt dazu, dass das Immunsystem anfälliger für Bakterien und Grippeviren wird. Wer sich zu wenig im Tageslicht aufhält, wird also auch eher mit einer unangenehmen Grippe bestraft.

Hilfe holen

Die gute Nachricht dabei: Der menschliche Körper ist in der Lage Vitamin D über mehrere Wochen und teilweise sogar über mehrere Monate zu speichern. Deshalb ist es wichtig, sich im Frühjahr, Sommer und Herbst eine gute Reserve zuzulegen. Diese Reserve während der kalten, trüben Monate durch Spaziergänge und andere Aktivitäten im Freien immer wieder aufzufrischen, schadet trotzdem nicht – ganz im Gegenteil. Wenn es sich, trotz großer Bemühungen aber manchmal einfach nicht ausgeht – oder Schnee und Regen die muntere (muntermachende), morgendliche Fahrt mit dem Fahrrad einfach verhindern – kann man sich immer noch Tageslichtlampen oder Lichttherapiegeräte anschaffen. Erstere suggerieren dem Körper ganz einfach, dass Tag ist. Der Melatoninspiegel bleibt dadurch auf einem niedrigen Niveau und Vitamin D kann gebildet werden. Künstliches Licht ersetzt zwar die Sonne nicht, an besonders trüben Wintertagen kann es aber ein wenig gefälschtes Tageslicht in dunkle Räume und damit die Stimmung wieder etwas in Schwung bringen.