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Kaufberatung: Der richtige Laptop

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Bild von Karolina Grabowska auf Pixabay

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Aufgrund der Produktvielfalt am Laptop-Markt ist es gar nicht einfach, sich zu entscheiden. Wir erklären, auf welche Faktoren Sie achten sollten.

Die Anzahl der Prozessorkerne

Über den Preis des Notebooks entscheidet in erster Linie der Prozessor. Dieser ist zudem nicht nur für die Leistung des Geräts verantwortlich, sondern auch für den Stromverbrauch. Das macht den Prozessor auch zur wichtigsten Komponente des Computers, denn durch ihn wird letztendlich auch bestimmt, wofür sich das Notebook eignet.

Die Meinung, dass die Anzahl der Prozessorkerne über die Leistung einer CPU (“central processing unit”, sozusagen das Hirn des Computers) entscheidet, ist weit verbreitet. Doch die scheinbare Faustregel – „je mehr Kerne, desto schneller“ gilt nicht immer, denn so pauschal lässt sich das leider nicht sagen. Mehr CPU-Kerne lohnen sich vor allem für Nutzer, die viel Multitasking betreiben, also mehrere Anwendungen parallel geöffnet haben. Zwei bis vier CPU-Kerne reichen für das Surfen im Internet und Streamen aus. Möchten Sie Ihr Gerät vor allem für 3D-Rendering und Videobearbeitung nutzen, profitieren Sie von mehr Kernen. Vier sind hier ein Minimum, sechs oder acht wären allerdings besser.

Aber Achtung: Ein schnell getakteter Quad-Core-Prozessor (vier Kerne) erledigt viele Aufgaben zwar deutlich schneller als ein Dual-Core-Gerät (zwei Kerne), der Akku ist allerdings auch schneller leer. Möchten Sie den Laptop daher öfters mitnehmen, gilt es darauf zu achten, dass er nicht mehr Prozessorkerne besitzt, als nötig. Ausnahme: Er besitzt eine entsprechend große Batterie (in dem Fall wird der Laptop allerdings auch schwerer). Ein weiterer Nachteil von Prozessoren mit vielen Kernen ist ihr deutlich höherer Preis.

Die Taktfrequenz des Prozessors

Die Leistung des Prozessors wird nicht ausschließlich von der Anzahl der Prozessorkerne bestimmt. Der Zwischenspeicher (Cache) und das Herstellungsverfahren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Sehr wichtig ist auch die Taktfrequenz. Allerdings sollten Sie hier mit den Herstellerangaben vorsichtig umgehen, da die Taktfrequenz sehr oft im wesentlich höheren Turbo Boost-Modus angegeben wird. Günstigere Modelle liegen bei einer Prozessor-Taktfrequenz von 1,4 bis 1,8 GHz. Teurere Notebooks und spezielle Gaming-Notebooks überzeugen hingegen mit 2,8 und mehr GHz.

Der Arbeitsspeicher

Genauso wichtig wie der CPU ist der Arbeitsspeicher. Während High-End-Geräte über bis zu 64 GB RAM verfügen, findet man bei Einsteigermodellen meistens nur 4 oder 8 GB Hauptspeicher. Welche Größe der für Sie richtige Arbeitsspeicher haben muss, hängt von den Einsatzgebieten des Geräts ab. Wenn Sie vor allem im Internet surfen, Mails beantworten und Filme schauen möchten, reichen 4 GB aus. Um Videos zu bearbeiten oder Videospiele zu spielen, sollten es schon mindestens 8 GB sein. Empfohlen werden tendenziell eher 16 GB. Allgemein gilt: Je anspruchsvoller das verwendete Programm ist, desto größer sollte der Arbeitsspeicher sein. Andernfalls wirkt sich das negativ auf die Lade- und Verarbeitungszeiten des Geräts aus.

Bildschirmdiagonale und Gewicht 

Die Bildschirmdiagonale wird in Zoll angegeben und beträgt bei Laptops typischerweise zwischen 11 Zoll (ca. 28 cm) und 17 Zoll (ca. 43 cm). Die ideale Größe ist jedoch vor allem vom persönlichen Geschmack abhängig und davon, wie mobil man sein möchte. Kleinere 11 Zoll Notebooks eignen sich insbesondere für unterwegs. Wird das Notebook auch zum Arbeiten oder für das Studium genutzt und ist sehr häufig in Betrieb, dürfen es ruhig auch 13 Zoll (ca. 33 cm) bis 15 Zoll (ca. 38 cm) sein. Fungiert das Gerät hingegen als PC-Ersatz am Schreibtisch, dann sollten Sie sich nach einem passenden 17-Zoller umsehen. Zusätzlich empfiehlt sich in jedem Fall ein externer Monitor für zuhause.

Wer oft mit seinem Notebook unterwegs ist, der weiß, dass das Gewicht des Geräts eine wesentliche Rolle spielt. Geräte bis zu 17 Zoll (ca. 43 cm) bringen schon zwischen 2 und 3 Kilogramm auf die Waage. Modelle bis zu 15 Zoll, die auch am häufigsten gekauft werden, sind mit circa einem Kilogramm noch einigermaßen angenehm zu transportieren.

Grafikspeicher

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen integrierten und dedizierten Grafikkarten. Die heutigen integrierten Grafikprozessoren (GPUs) sind alles andere als langsam und können sogar 4K-Bildschirme ansteuern. Für die meisten Office-Arbeiten, die meisten Games und ein wenig Videobearbeitung reicht eine integrierte Grafikkarte also aus. Außerdem hat diese den Vorteil, dass sie die Akkulaufzeit nicht in großem Ausmaß stört und günstiger ist.

Wenn Sie mehr Grafikleistung benötigen – beispielsweise für aufwändigere Projekte in Premiere Pro, Photoshop, 3D-Modellierung oder für spezielle Videospiele, dann sollten Sie lieber auf eine dedizierte Grafikkarte setzen. Diese haben den Vorteil, einen eigenen Grafikspeicher zu besitzen, weshalb der Arbeitsspeicher für andere Dinge zur Verfügung steht. Trotz ihrer enormen Leistung haben diese Grafikkarten jedoch auch einige Nachteile, wozu vor allem eine verkürzte Akkulaufzeit und eine große Hitzeentwicklung zählen.

Speicherkapazität

Bei der Speicherkapazität des Notebooks können 500 GB als unterstes Limit betrachtet werden. Damit werden bereits Einsteigermodelle ausgestattet. Bei einem Allround-Gerät, das auch eine durchaus große Film- und Musiksammlung aufnehmen soll, sollten es aber schon 750 GB oder mehr sein. Die größten Festplatten finden sich in Multimedia- und Gaming-Geräten – hier können es durchaus 1 bis 2 Terabyte sein. Sehr günstige, leichte und vor allem zum schnellen Arbeiten unterwegs genutzte Geräte sparen vor allem hier und haben oftmals nur 256 GB Festplattenspeicher, da die Hersteller davon ausgehen, dass Nutzer ihre Daten in einer Cloud speichern.

Besonders empfehlenswert sind Laptops, die eine SSD besitzen. Dabei handelt es sich im Vergleich zu einer klassischen Festplatte (HDD) um einen besonders schnellen Speicher. Der Vorteil davon ist, dass auf Daten im Speicher schneller zugegriffen werden kann. Wenn das Betriebssystem auf einer SSD gespeichert ist, beschleunigt es daher auch den gesamten Laptop.

Die Vielfalt der Notebooks

Man sollte auch nicht vergessen, dass es mittlerweile nicht mehr bloß das normale Notebook ist, mit dem wir von überall aus arbeiten können, sonders es eine ganze Bandbreite unterschiedlicher Formen gibt. Ein Ultrabook ist vor allem dann für Sie geeignet, wenn Sie einen sehr leistungsstarken mobilen Rechner benötigen, der zudem auch flacher und leichter ist als das normale Notebook. Zwar bieten sie bessere Akkulaufzeiten, haben dafür aber zumeist weniger Anschlüsse und geringere Bildschirmdiagonalen.

Bei Convertibles verbinden sich die Vorteile von Ultrabook und Tablet. Deshalb können sie sowohl mit Tastatur als auch mittels Touchscreen bedient werden. Tablets hingegen eignen sich gut für unterwegs, sind dafür für längere Schreibarbeiten weniger gut geeignet.