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Kaufberatung Kamera-Objektiv

So finden Sie das passende Objektiv für Ihre Kamera!

Wechselobjektiv

Wechselobjektiv

Sie haben eine Idee für ein tolles Foto, aber das Kitobjektiv reicht dafür nicht aus? Dann wird es Zeit für ein neues Objektiv, denn eine Systemkamera ist nur so gut wie ihr Objektiv. Aus diesem Grund erklären wir Ihnen, welches Objektiv für was am Besten ist, woran Sie erkennen, welches Objektiv auf Ihre DSLR passt und was Sie noch alles vor dem Kauf beachten sollten.

Das Auge der Kamera

Egal ob Porträt, Landschaft oder der Eiffelturm, jedes Motiv muss erst durch die Linse Ihres Objektives, bevor es auf den Sensor trifft und zu einem Bild werden kann. Und schon dabei kann so einiges schief gehen. Die Linien der Häuserfassaden können zum Beispiel verzerrt werden oder die Proportionen Ihres Motivs. Manchmal möchte man solche kreativen Effekte haben. Wichtig ist zu wissen, welche Auswirkungen Brennweite und Blende haben und womit Sie die gewünschten Effekte am besten erreichen. Zu aller erst muss leider gesagt werden, dass jeder Hersteller seine eigenen Objektive mit speziellen Anschlüssen baut. Es gibt aber Fremdhersteller, die sich auf den Bau von Fotoobjektiven spezialisiert haben und das gleiche Objektiv mit unterschiedlichen Bajonetten anbieten. Diese können zum Glück qualitativ mit den Originalen mithalten und sind oft günstiger.

Was Sie wissen müssen

Alle Objektive haben gemeinsam, dass ihre Brennweite und Lichtstärke (Blende) das Bild beeinflussen und sie alle mit dem Sensor eine Einheit bilden. Weil sich Vollformatsensoren vom Mittelformat unterscheiden, muss grundsätzlich darauf geachtet werden, dass Brennweitenangaben im Vollformat erst mit 1,5 multipliziert werden müssen, um auf das Mittelformat zu kommen. 35mm im Vollformat sind also etwa 50mm im Mittelformat.

Die Brennweite gibt den Blickwinkel des Objektivs an, wobei 50mm etwa dem Sichtfeld des menschlichen Auges entsprechen. Alle kürzeren Objektive zeigen mehr vom Motiv und werden als Weitwinkel bezeichnet, was sich besonders für Landschaften und Architektur eignet. Alles von 14-24mm wird als Superweitwinkel bezeichnet, was aber auch bedeutet, dass das Bild mehr nach außen gebogen wird – kann aber digital korrigiert werden. Alle längeren Brennweiten funktionieren als Zoom und verkleinern den Bildausschnitt. Hier werden die Bild- und Proportionsverzerrungen kleiner und Sie können bequem entfernte Motive in der Sport- und Tierfotografie unbemerkt ablichten. Kleine Tele- und Normalobjektive (von 50-100mm) eignen sich wegen der unveränderten Proportionen gut für Porträtaufnahmen. Kitobjektive decken meist das gesamte Spektrum ab, sind aber qualitativ schlechter und lichtschwächer. Achten Sie deshalb beim Kauf auf die Mindest- und Maximalbrennweite des Objektivs.

Schärfe und Unschärfe

Die Blende des Objektivs regelt die Lichtstärke, also wie viel Licht durch das Objektiv auf den Sensor fällt. Desto kleiner die Blendenzahl, desto mehr Licht fällt hindurch. Das ist bei wenig Licht praktisch, weil dadurch kürzere Verschlusszeiten möglich sind und Sie auch kreativ werden können. Denn eine offene Blende macht einen schön verschwommenen Hintergrund. Achten Sie also auch auf die maximale Blende des Objektivs. Je kleiner die Zahl, desto besser wird das Licht genutzt.

Für scharfe Bilder sind auch ein guter Bildstabilisator und ein schneller Autofokus wichtig. Einige Spiegelreflexkameras haben schon einen Bildstabilisator verbaut, für alle anderen, vor allem mit Teleobjektiven, gilt es dringend auf diese Funktion zu achten. Der Autofokusmotor ist oft schnell, präzise und zum Glück fast immer verbaut. Wer es aber noch schneller und leiser mag, greift zu einem Ultraschallmotor. Diese eigenen sich für schnelle Momente wie bei der Sport- und Tierfotografie.

Zoom oder Festbrennweite

Während Sie sich zum Vergrößern oder Verkleinern des Motivs mit Festbrennweiten bewegen müssen, können Sie mit einem flexiblen Teleobjektiv bequem das Motiv über große Entfernungen zu sich holen. Sie sparen sich dabei den Objektivwechsel, haben dafür aber ein schweres und unhandliches Objektiv. Festbrennweiten sind dagegen lichtstärker und erleichtern das Arbeiten bei schlechten Lichtverhältnissen und setzen von kreativen Schärfen. Nützlich sind beide, weswegen der Kauf keine Oderfrage sein sollte. Eine 50mm Festbrennweite zum Beispiel ist ein wichtiges Standardobjektiv, das schon ab 100€ erhältlich ist. Teleobjektive beginnen dagegen ab 200€.

Spezialaufgaben

Um kleine Motive wie mit einer Lupe zu vergrößern, gibt es viele Brennweiten mit Makrofunktion – hier sind Brennweiten ab 100mm am beliebtesten. Das ist auch praktisch, weil Sie mit einem Objektiv zwei Aufgaben erledigen können. Achten Sie hier darauf, dass Sie sich mit der Naheinstellgrenze, also dem Mindestabstand zum Motiv nicht zu weit entfernen müssen, weil Sie sonst mehr Platz zum Fotografieren brauchen und das Motiv wieder kleiner wird. Wer kein Objektiv ab 400 € kaufen möchte, kann erst einmal auf eine Vergrößerungslinse um 60€ ausweichen.

Wenn Sie sehr viele Architekturaufnahmen machen wollen und weil Weitwinkelobjektive die Linien der Gebäude verzerren, lohnt sich vielleicht ein teures Tilt- oder Shiftobjektiv. Es kann die Perspektive des Objektivs individuell verschieben und so Verzerrungen korrigieren, kostet aber bei guter Qualität schnell mehr als 1000€.