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Kaufberatung Akkuschrauber

So finden Sie den richtigen Akkuschrauber

Akkuschrauber

Akkuschrauber

Der Akkuschrauber ist eines der wichtigsten Elektrogeräte im Haushalt - spätestens wenn viele große Schrauben in Wände, Schränke oder Regale eingedreht werden müssen kommt er zum Einsatz. Damit man langfristig etwas vom Gerät hat, haben wir die wichtigsten Merkmale für Sie zusammengestellt.

Der Akkuschrauber, erstmals 1969 vorgestellt, gilt – zusammen mit dem Oszillator (Multitool) – als jüngste Erfolgsgeschichte im Segment der Elektrowerkzeuge. In beinahe jeder Werkzeugkiste weltweit zu finden und universell wie kaum ein anderes Gerät einsetzbar, kommt er überall da zur Anwendung, wo keine Stromquelle in unmittelbarer Nähe zur Verfügung steht oder ein Kabel schlichtweg als störend empfunden wird.

In primärer Funktionsweise der Bohrmaschine gleich, entscheiden sich Hersteller bei der Ausrichtung ihrer Entwicklungen zumeist zwischen hochspezialisiertem Gerät für konkreten Einsatzbereich, oder „Eierlegender Wollmilchsau“ für beinahe jede Situation, in der Werkzeug nicht von Hand gedreht werden will.

Der Antrieb

Derzeit stellt der 18 Volt Lithium-Ionen-Akku mit 2.0 - 4.0 Amperestunden, gepaart mit einem bürstenbehaftetem Gleichstrommotor den Standard. Besonders für Akku-Neulinge können die Kennzahlen mit den Kürzeln „V“ und „Ah“ und deren Verhältnis zueinander verwirrend sein. Denn wer die Leistung eines Gerätes für einen Direktvergleich erfahren will, muß rechnen.

Volt (V) gibt Auskunft über die elektrische Spannung, mit der das Gerät arbeitet, Amperestunden (Ah) über die zur Verfügung stehende elektrische Ladung im Akku. Multipliziert ergeben sie die Wattleistung.

Noch komplexer erscheint das Vergleichen zwischen Geräten verschiedener Marken, da die Kennzahlen – mit Ausnahme der goldenen „18“ – selbst in der selben Leistungsklasse stark variieren.

Meist lässt sich jedoch eine Einordnung in die Bereiche von ungefähr 21.6 Watt (10.8V/2.0Ah), 28.8 Watt (14.4V/2.0Ah), 72 Watt (18V/4.0Ah) und 144 Watt (36V/4.0Ah) erkennen, was auch eine Einteilung in Leichtgewicht, Universalgerät und schweres Werkzeug zulässt.

Eine relative junge Entwicklung im Segment ist der Brushless-Elektromotor, welcher durch seinen kohlebürstenlosen Antrieb für weniger Verschleißteile bei höherer Energieeffizienz und kleinerer Bauform sorgt. Die Verwirrung scheint komplett, doch der Fortschritt in der Entwicklung der Akkutechnologie schreitet unaufhaltsam voran. Doch auch am Weg der erzeugten Leistung bis zum eingesetzten Werkzeug finden laufend Neuentwicklungen statt. Bei der richtigen Wahl des Akkuschraubers sollte besonders dem verbauten Getriebe, sowie der Kupplung zur Werkzeugaufnahme Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Das Getriebe

Neben den herkömmlichen Zweiganggetrieben, welche den universellen Einsatz als Schrauber und als Bohrer sicher stellen, finden sich im Sortiment so manches Herstellers nun auch Viergang-Maschinen. Sie ermöglicht eine feinere Abstufung der Drehzahl bei noch größerer Spreizung und fischt damit in den Gewässern einer ausgewachsenen Bohrmaschine nach Kunden. Auch eine abgespeckte Schlagbohrfunktion lässt oftmals leichte Bohrhämmer überflüssig erscheinen, erhöht aber gleichzeitig notwendiger Weise das Maschinengewicht und verringert so den Mehrwert als Universalgerät und das Haupteinsatzgebiet als Schrauber.

Die Kupplung

Die Rutschkupplung, eine drehbare Vorrichtung am Kopf des Akkuschraubers, ermöglicht eine einfache Voreinstellung des weitergeleiteten Drehmoments von Antrieb zum Werkzeughalter und verhindert so ein Abdrehen oder Ausreiben zu verarbeitender Schraubenköpfe oder auch eine wiederholgenaue Schraubtiefe. Sie sollte möglichst fein abgestuft (möglichst viele abzulesende Stufen am Bedienelement) und von null Drehmoment bis zur vollen Leistung anzuwählen sein.

Die Spezialisten

Wie bereits erwähnt, lassen sich neben den möglichst universellen Akkuschraubern auch Maschinen für spezielle Aufgaben ausmachen. Weit verbreitet ist die schwerste Ausführung, dem Akkuschlagbohrschrauber. Dieser erfüllt oft als Universalgerät auf Baustellen seinen Dienst und lässt sich als schwerer Schrauber für gelegentlichen Einsatz als passable Alternative zu leichten Bohrmaschinen, als Schlagbohrer für geringe Bohrtiefen und -durchmesser, sowie als schwaches Rührwerk einsetzen.

Montageschrauber erkennt man an einer möglichst schlanken und leichten Ausführung, um auch noch die verwinkeltsten Ecken zu erreichen. Für diese Kategorie ohne Schlagzusatz- und mit nur eingeschränkter Bohrfunktion sollte zumindest ein Schnellwechsel-Spannfutter, eine Bithalter und ein Winkelaufsatz, im besten Falle noch eine Exzenter-Bitaufnahme erhältlich sein.

Schnellbau- oder Trockenschrauber sind zur Akkordverarbeitung von Schnellbauschrauben optimiert und können sogar eine Magazinzuführung für ebendiese besitzen. Sie besitzen weder eine Bohr- noch eine Schlagfunktion.

Drehschlagschrauber sind Spezialisten um Schraubverbindungen von hohem Durchmesser in Holz und Metall zu erstellen oder zu lösen. Sie verfügen über ein größtmögliches Drehmoment und eine Schlagfunktion, welche einen starken Impuls auf festsitzende Schrauben und Muttern ausüben kann.