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Kaufberatung Stichsäge

So finden Sie die beste Stichsäge

Stichsäge

Stichsäge

Bei der Anschaffung einer Stichsäge stehen Heimwerker und Bastler oft vor einer riesen Auswahl an Modellen. Welches das richtige für Ihren Gebrauch ist und worauf Sie bei der Auswahl achten müssen, erklären wir Ihnen in unserer Kaufberatung.

Die elektrische Stichsäge ist ein handgeführtes Werkzeug zum Schneiden verschiedenster Materialien mittels einseitig eingespanntem und geführtem Sägeblatt. Durch die geringe Breite des Sägeblattes können – im Gegensatz zu Kreissägen – auch geschweifte, geschwungene Formen und enge Kurvenradien ausgeführt werden. Die Funktionsweise einer per Pleuelstange auf und ab angetriebenen Säge, geht auf römische Wassersägemühlen im 3. Jahrhundert n. Chr., in Kleinasien zurück. Die elektrisch betriebene Stichsäge erfand 1946 Albert Kaufmann, damaliger Mitarbeiter der Scintilla AG (später von Robert Bosch AG gekauft), inspiriert von der Nähmaschine seiner Frau.

Antrieb

Eine handelsübliche Stichsäge für bis zu 160mm Schnitttiefe besitzt einen Kohlebürsten behafteten Gleichstrommotor mit rund 600 bis 800 Watt und mehrstufig einstellbaren Pendelhub. Da die Stichsäge im professionellen Bereich oft als „Montagewerkzeug“ gesehen wird, finden sich zunehmend, mit aktueller Lithium-Ionen-Akkutechnologie ausgestattete, leistungsstarke Geräte für den mobilen, kabelungebundenen Einsatz. Eine interessante Entwicklung gegen höhere Mobilität ist dabei die vermehrte Integration in firmenintern bereits bestehende Führungsschienensysteme, zum gelegentlichen Einsatz als Säge für präzise gerade geführte Schnitte.

Auf den in Stufen zuschaltbaren Pendelhub – eine vor und Rückbewegung des Sägeblattes, welche das Fortkommen beschleunigt und den Spanauswurf begünstigt, jedoch die Präzision und das Ausrissverhalten verschlechtert – wird nur noch bei Geräten für spezifischen Einsatz, zum Beispiel der Metallverarbeitung, verzichtet. Größtes Qualitätsmerkmal einer Stichsäge ist eine Schnittkante von 90° bei hoher Schnitttiefe, was durch unterschiedlichste Führungssysteme erreicht oder nur angestrebt wird.

Ausstattung

Die Basis einer jeden Stichsäge sollte eine stabile Grundplatte sein, welche oftmals in zwei Richtungen 45° schwenkbar ausgeführt ist. Da das Sägeblatt in jedem Falle leicht ins Innere des Gehäuses versetzt ist, gilt größtes Augenmerk auf die Einsehbarkeit auf den Schnitt und die dazugehörigen „Zielhilfen“ zu legen. Eine Vorbereitung für eine externe Absaugvorrichtung und/oder eine zuschaltbare Blasfunktion, betrieben mit der Kühlerluft des Motors, hilft ebenso dem Schnitt zu folgen, wie ein nicht blendendes LED-Licht und ein Zielstachel aus transparentem Kunststoff.

Kompatibilität

Sägeblätter für Stichsägen sind für unterschiedlichste Materialien und in verschiedenen Längen und Stärken, sowie für besseren Geradeauslauf oder erhöhte Kurvenfreudigkeit erhältlich. Das Einsatzspektrum erweitern Feil- und Raspel- sowie Schleifeinsätze. Gehalten werden sie über einen Formschluss und/oder durch Klemmung, wobei sich bislang keine Norm durchsetzen konnte und sich oft nur ein paar wenige Hersteller eine Lösung teilen.

Spezialist

Eine Sonderform der Stichsäge ist die Säbel-, Recipro- oder Tigersäge, welche als besonders starke Ausführung ausschließlich zweihändig geführt wird. Durch steifere und längere Sägeblätter, sowie andere Einsätze für harte Materialien wie Ziegel, Metall oder sogar keramische Werkstoffe, ist sie nicht nur bei Zimmermännern beliebt, um kleinere Balken abzulängen, sondern auch Bestandteil der Standardausrüstung vieler Rettungseinheiten zur Befreiung eingeklemmter Personen aus Wracks oder sogar zum direkten Zugang verschlossener Räume durch Wände.