In wenigen Schritten zum passenden Produkt

so einfach gehts » ?

Garten

Trockenheit im Garten vorbeugen

JerzyGorecki

Extreme Hitze und wenig Regen machen nicht nur den Menschen, sondern auch dem heimischen Garten zu schaffen. Braune Flecke wo einst grüner Rasen war und tiefe Risse im Boden lassen sich nicht mehr mit einfachem Gießen verhindern. Wir haben Tipps gesammelt, wie man den Garten durch die Trockenheit bringt.

Die Sommermonate machen sich auch im Garten bemerkbar: Der Boden wird steinhart, bekommt Risse und nichts scheint mehr zu wachsen. Besonders, wenn nicht viele Bäume schatten werfen und die Erde mit Nährstoffen versorgt wird, beginnt der Kampf gegen die verbrannte Erde.

Pflanzen

Die Planung des Gartens fängt bei den richtigen Pflanzen an. Mit zunehmender Hitze und Trockenheit lohnt sich ein Blick auf die Flora des Mittelmeerraums. Hier sind Thymian, Salbei, Tomaten oder Bäume mit Zitrusfrüchten und Feigen der Hitze gewachsen – und liefern zudem noch Nahrungsmittel aus eigenem Anbau. Vom bunten Blumenbeet sollte sich über kurz oder lang verabschiedet werden, da Zierpflanzen besonders viel Wasser und Pflege benötigen und der Trockenheit nichts entgegensetzen können.

Wer grundsätzlich gerne Gemüse für den Eigenbedarf anbaut, sollte auf Mischkultur setzen. Das hält den Boden gesund und die Pflanzen schützen sich gegenseitig indem sie Schatten spenden und wichtige Nährstoffe in den Boden gelangen. Wer sich einen englischen Rasen wünscht, muss ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem anlegen um die kurzen Halme saftig grün zu halten. Pflegeleichter ist ein Wildrasen, der höchstens drei Mal im Jahr gemäht wird und sonst wachsen kann. Dieser versorgt sich selbst und muss nur in langen Trockenperioden gegossen werden.

Humus

Mulchen ist bei anspruchsvollen Böden und Gemüsegärten das goldene Wort. Humus ist im eigenen Garten ganz einfach selbst angelegt und sorgt für einen lockeren, nährstoffreichen Boden. Wie ein Schutzschild wird der Boden unter der Humusschicht gesund gehalten und kann auch wenig Feuchtigkeit ideal speichern und abgeben. Natürlich kann man Humus einfach kaufen, wenn nicht selbst kompostiert werden kann. Aber Gartenabfälle wie abgeschnittene Blätter, Äste und gemähter Rasen eignen sich perfekt für die Weiterverarbeitung. Der Komposthaufen wird zum essentiellen Bestandteil des Gartens und liefert immer neuen Humus für die Pflanzenpflege.

Bewässerung

Nicht jeder kann sich einen Rasensprenger zulegen, um den Garten an festgelegten Zeiten zu bewässern – und das ist auch nicht unbedingt nötig, wenn man die Bedürfnisse der Pflanzen gut kennt. Damit die Pflanzen gut über den Tag kommen, sollte morgens gegossen werden und dabei nicht zu sparsam. Allerdings ist auch in den heißen Monaten das tägliche Gießen nicht nötig, wenn die Pflanzen das Wetter aushalten. Ihre Wurzeln lockern den Boden auf der Suche nach Nährstoffen auf und verhindern so Risse und austrocknen. Daher reicht es, alle zwei bis drei Tage Wasser zu gießen – dann aber mit viel Wasser, damit es nicht verdunstet.

Natürlich kann man einfach mit der Kanne oder dem Gartenschlauch Wasser über die Pflanzen zu kippen. Wer aber mit starker Trockenheit zu kämpfen hat, kann die Wasserzufuhr noch effektiver gestalten. Wie beim Menschen kann auch bei Pflanzen die Bewässerung während direkter Sonneneinstrahlung zu Verbrennungen führen, da die Sonnenstrahlen reflektiert werden. Zudem sickert da Wasser nicht richtig ein, wenn die Hitze einen Großteil verdampfen lässt. Auch für Morgenmuffel gilt: in der Früh ist die beste Zeit, den Boden zu bewässern, da er nicht aufgeheizt ist. Idealerweise wird direkt dort gegossen, wo die Pflanze aus dem Boden kommt, damit die Wurzeln bestens versorgt werden.

Wassertanks

Regenwasser auffangen ist das einfachste System der Welt, grenzt in den Sommermonaten den Wasserverbrauch ein und ist besonders hilfreich, wenn gar kein Wasseranschluss im Garten angelegt ist. Die gute alte Regentonne gehört zum Standardrepertoire, ist günstig und bei einmal funktionierendem System muss man eigentlich nicht mehr viel machen, außer auf die Regenwolken zu warten. Leider speichern sie das Wasser langfristig nicht effizient genug. Bei Starkregen kommt es schnell zu Überschwemmungen, während Trockenperioden verdunstet das Wasser schnell. Auch sammelt sich schnell Dreck in den Tonnen, die nur schwer gereinigt werden können. Dafür gibt es intelligente Filter- und Rohrsysteme, die das Wasser bereits beim Hineinlaufen von Schmutz entfernen.

Wer eine besonders große Gartenfläche hat, kommt mit den Tonnen nicht sehr weit. Dann bieten sich große Tanks an. Da sie optisch nicht zu jedem Gartenkonzept passen, kann man viele Ausführungen unter der Erde platzieren, was zugegebenermaßen viel Arbeit ist, die sich langfristig allerdings lohnt. Ein Kompromiss sind Flachtanks, die nicht ganz so tief unter die Erde müssen. Wer gleich richtig langfristig planen möchte, kann sich über den Bau einer Zisterne informieren, die unterirdisch Wasser speichert und an das Abwassersystem angeschlossen wird. Hierfür ist allerdings eine Genehmigung vonnöten. Wer das System komplett mit Filter und Pumpen plant, kann auch im Haus davon profitieren und sich so das Wasser selbst und sparsam aufbereiten – damit kann das Geld für die Genehmigung und den Bau langfristig wieder erspart werden.